Bericht vom 07.09.2011

04.09.2011 - Big-Kick-Workshop in Bad Saarow

Dieses Wochenende fand in Bad Saarow der Big- Kick- Workshop zusammen mit dem alljährlichen EWE Junior Sailing Camp statt. Freitag reisten 11 frische A-Segler aus Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Thüringen und Brandenburg auf Einladung der DODV und 11 B-Segler auf Einladung der EWE an, um ein Wochenende lang gemeinsam zu trainieren. Nach der Anreise und dem Beziehen der Zimmer wurden uns die Trainer vorgestellt, die uns die nächsten Tage mit Frühsport und Stabilisationsübungen herausfordern, und mit Segel-und Badepartien erfreuen würden.

Samstag, erster Trainingstag.
Schnell umgezogen, dann standen wir pünktlich um sieben Uhr dreißig auf der Matte. Noch im Halbschlaf sind wir zum Cecilienpark gejoggt, um dort viel zu frühen Frühsport zu betreiben. Ein Blick auf den spiegelglatten See und eine böse Vorahnung beschlich uns. Es war kein Wind. Mit einem mulmigen Gefühl gingen wir zum Frühstück. Danach kurze Pause, Vorstellung vom Trainer Lucas „Zelle“ Zellmer, ein Spitzensegler im 470er und einer der super erklären kann. Besprechung, umziehen, Boote aufriggen. Es war schon sehr heiß, und an der Windsituation hatte sich nichts verändert. Auf dem Wasser trieben wir quasi nur. Allen Umständen zum Trotz wurde ein Kurs ausgelegt, den wir einmal mit Händen über Kreuz, mit dem Oberkörper nach außengerichtet, pumpend, und auf dem Vorwindkurs rückwärts bestreiten sollten. Eigentlich sollte alles auf einzelne Rennen verteilt werden, doch das war wohl zu optimistisch eingeschätzt. Wir packten alles in ein Rennen und schafften es gerade so pünktlich zum Mittagessen. Die Mittagspause haben wir auf der großen Schaukel verbracht. Dann die traurige Nachricht: Wir würden am Nachmittag nicht segeln, es war immer noch“ windfrei“. Zwei Boote wurden vorbereitet, abgeriggt, und der Schot entledigt. Zwei Mannschaften ausgewählt, dann auf die Motorboote, die Ruder- und Schwertlosen Optis im Schlepp. Dann wurden wir eingeteilt: Je zwei in ein Boot, einer paddelt vorne mit den Händen, der andere steuert hinten mit dem Praddel. Unter tosenden Anfeuerungs- und Verzweiflungsrufen paddelten wir über den Kurs, dann ans Motorboot ran, um zu wechseln. Als alle durch waren, erwartete uns eine neue Aufgabe: Erst paddeln fünf in einem Boot, dann sechs. Diese Aufgabe wurde auch mehr oder minder bravurös gemeistert. Als alle im Ziel waren, schafften wir es doch tatsächlich, die Optis zu kentern. Die nächste Aufgabe war deshalb auch spontan, den Opti aufzurichten und auszupützen, was sich leichter anhört als es ist. Dann wurde uns demonstriert, was ein Auftriebskörper alles kann, und was passiert, wenn man mit einem weniger kentert. Also mein Fazit nach der Übung: die Auftriebskörper immer schön gefüllt halten. Danach wurde der Kurs abgeschwommen, mit einem Ball als Mitbringsel. Die Veranstaltung endete im Gleichstand. An Land, Boote abgedeckt, umgezogen, Essen gegangen und Abends nochmal am Cecilienpark baden gegangen. Todmüde in die Betten gefallen.

Sonntag, zweiter und letzter Tag.
Heute war mehr Wind. Wieder Frühsport, wieder Frühstück. Im Eiltempo umgezogen, danach aufs Wasser, nachdem wir vergeblich auf die Presse gewartet haben. Am Vormittag wurde nur ein Kurs abgesegelt, ein paar Starts, dann haben wir die Optis alle aneinander angebunden, vor Anker gelegt und sind in Segelsachen zum Mittagessen gehetzt. Nach dem Essen sind wir mit den Motorbooten rausgefahren, um die Optis wieder in Beschlag zunehmen. Beinahe sind ein paar von uns ins Wasser gefallen, bei dem Versuch in den Opti zu springen. Der Wind hat bedauerlicherweise noch weiter abgenommen, doch kühn wie immer schafften wir heute das, was uns gestern Vormittag verwehrt blieb. Wir schafften es, alle Kurse zu fahren, nur das Pumpen mit auf der Kante stehen vertauscht wurde. Erster Start, über Kreuz segeln. Viele versuchten zu vertuschen, dass sie ganz normal segelten, was den meisten allerdings nicht gelang. Zweiter Start, Oberkörper nach außen. Hier schieden sich die Geister. Ein Paar realisierten die Aufgabe im Stehen, manchen hockten nur auf der Bordwand. In allen Fällen war es schwer. Danach die schwerste Aufgabe: Auf der Kante stehend segeln. Schwer machbar, wenn man keinen guten Gleichgewichtssinn hat. Allerdings ein sehr lustiger Spaß, wenn man im Besitz dessen ist. Danach sind wir in den Hafen gefahren, haben schon mal die Boote fertig abgebaut, während wir auf die Eltern warteten. Als die Optis dann verladen waren, gab es noch eine kurze Nachbesprechung.

Rundherum war es eine äußerst gelungene Veranstaltung, die sicher jedem Spaß gemacht hat und nur zu empfehlen ist! Vielen Dank an dieser Stelle an diejenigen die das Camp möglich machten und vor allem Torsten Schmidt ,Lucas Zellmer und an Jonas Nachtigall von der SGS für seine kurzfristige Hilfe!

Liebe Grüße von Lara Rottenberg (Segelverein Ciconia Storkow) GER 12286

Deutsche Optimist Dinghy Vereinigung Region Berlin
Berliner Segelverein